Einsatzübung: Gebäudebrand mit vermisster Person und Flächenbrand
Tarmstedt (mn). Im Rahmen eines Übungsdienstes Anfang Mai wurde das Szenario „Gebäudebrand mit vermisster Person sowie angrenzendem Flächenbrand“ abgearbeitet.
Zur Einsatzstelle rückten unser TLF (Tanklöschfahrzeug), das HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) sowie der ELW (Einsatzleitwagen) aus. Nach dem Eintreffen übernahm der Angriffstrupp des TLF unter Atemschutz unmittelbar die Menschenrettung aus der Nähe des betroffenen Gebäudes. Die gerettete Person wurde anschließend an die Besatzung des HLF übergeben.
Parallel stellte der Angriffstrupp des HLF den Sicherungstrupp, während der Wassertrupp versuchte, eine Wasserversorgung über einen Unterflurhydranten aufzubauen. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass dieser kein Wasser führte. Daraufhin setzte das HLF zu einem nahegelegenen Löschbrunnen um und baute von dort eine Wasserversorgung zum TLF auf, dessen Tank zwischenzeitlich nahezu erschöpft war.
Das TLF übernahm währenddessen die Brandbekämpfung am Gebäude. Als der Gebäudebrand unter Kontrolle war, wurde der angrenzende Flächenbrand auf rund 30 Metern Länge erneut aufflammen gelassen, um verschiedene Vorgehensweisen zu trainieren. Zunächst kamen Feuerpatschen zum Einsatz, später wurde der Brand mit D-Schläuchen bekämpft. Im weiteren Verlauf konnten die eingesetzten Atemschutzgeräteträger die restlichen Glutnester ablöschen.
Als Übungsobjekt diente ein Teil des alten „Rock den Lukas“-Turms. Der Flächenbrand bestand aus aufgehäuftem Stroh.
Die Übung bot allen eingesetzten Kräften die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zwischen den Fahrzeugbesatzungen, die Menschenrettung unter Atemschutz sowie alternative Wege der Wasserversorgung praxisnah zu trainieren.
Ein besonderer Dank gilt dem Rock-den-Lukas-Team für die Zurverfügungstellung des alten Turmes als Übungsobjekt. Ebenso bedanken wir uns beim Entsorgungsunternehmen Fritz Schorfmann GmbH & Co.KG aus Westertimke, dass die Entsorgung der restlichen Materialien kostenlos übernommen hat.

